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Lehrplan und Inhalte

Das Fach Niederländisch wird auf der Grundlage des Kernlehrplans und des schulinternen Curriculums unterrichtet. Der Unterricht ist dabei auf die Vermittlung der interkulturellen Handlungsfähigkeit ausgerichtet.

Niederländisch kann beginnend mit der Jahrgangsstufe 8 (N8) oder aber mit der Jahrgangsstufe EF (N0) gewählt werden. In der Qualifikationsphase kann es als fortgeführte Fremdsprache auch als Leistungskurs gewählt werden. Die Unterrichtsinhalte in der Oberstufe werden maßgeblich durch den Kernlehrplan für die Sekundarstufe II bestimmt.

In den ersten 1 ½ Lernjahren (N8) bzw. im ersten Lernjahr (N0) steht im Fach Niederländisch vor allem der Spracherwerb im Vordergrund. Im drei- (N8) bzw. vierstündigen (N0) Unterricht pro Woche ist der Lernfortschritt enorm. Neben dem reinen Spracherwerb ist hier aber auch die Verwendung der Sprache in alltäglichen Gesprächssituationen oder in Begegnungssituationen von zentraler Bedeutung. In der Sekundarstufe II (N8) bzw. in der Qualifikationsphase (N0) werden im Unterricht thematische und methodische Schwerpunkte gesetzt. Thematisch können dies z.B. das Wohnen auf und an dem Wasser in den Niederlanden oder die Frage nach der Toleranz in der niederländischen oder flämischen Gesellschaft sein.

Der Niederländisch-Unterricht am Gymnasium Georgianum Vreden fördert in besonderem Maße die mündliche Kommunikationskompetenz, damit Schülerinnen und Schüler die niederländische Sprache in Alltagssituationen und zu vertrauten Sachthemen anwenden können und dabei grundlegende interkulturelle Kompetenzen für eine situationsgerechte Kommunikation mit niederländisch-sprachigen Gesprächspartnern erwerben.

Unterrichtswerke und Arbeitsmittel

Im Fach Niederländisch besteht die Besonderheit, dass nur für die Spracherwerbsphase eingängige Lehrwerke zur Verfügung stehen. Wir legen in dieser Phase das Lehrwerk Taal vitaal op school (N8) und Taal vitaal (N0) aus dem Hueber Verlag dem Unterricht zugrunde. Nach der Spracherwerbsphase werden die im Unterricht verwendeten Materialien durch die jeweilige Fachlehrkraft unter Mitwirkung der Schüler ausgewählt.

Außerunterrichtliche Aktivitäten im Fach Niederländisch

Das Gymnasium Georgianum Vreden bietet seinen Niederländisch lernenden Schülerinnen und Schülern auch außerhalb des regulären Unterrichts verschiedene Möglichkeiten an, ihr Niederländisch praktisch anzuwenden und Land und Leute des Nachbarn besser kennenzulernen.

Zuerst ist da die Exkursion Op pad in de stad nach Winterswijk am Ende des ersten Lehrjahres zu nennen, die mittlerweile schon Tradition geworden ist. Hier können die Schülerinnen und Schüler in der Vredener Nachbargemeinde ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellen.

Darüber hinaus sind wir in der glücklichen Lage, den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 einen einwöchigen Schüleraustausch (2,5 Tage Deutschland / 2,5 Tage Niederlande) mit dem Maartenscollege in Haren anbieten zu können. Die Schülerinnen und Schüler können hier auf persönlicher Ebene und durch gemeinsame Aktivitäten die etwas andere Kultur der Niederländer kennenlernen und Freundschaften über die Grenze schließen.

Wer Niederländisch lernt, muss auch einmal Amsterdam gesehen haben. Diesem Grundsatz folgend bieten wir den Schülerinnen und Schülern der Qualifikationsphase ein Dagje Amsterdam – eine eintägige Exkursion in die niederländisch Hauptstadt – an, der geprägt ist durch den Besuch verschiedener Sehenswürdigkeiten (z.B. auch Museen) aber auch durch das einfache Abtauchen in die einzigartige Atmosphäre der Stadt.

Neben diesen fast institutionellen Angeboten finden aber auch eng an den Fachunterricht gekoppelte Projekte statt. So wurde in der Vergangenheit während einer Unterrichtsreihe, die sich mit der Judenverfolgung in den Niederlanden im 2. Weltkrieg befasste, die wohl schönste Synagoge im West-Europa in Enschede besucht. Geplant ist gegenwärtig in der Q1 ein gemeinschaftliches Unterrichtsprojekt mit anschließender Begegnung mit einer Schülergruppe aus dem Südwesten der Niederlande.

Und in jedem Jahr wagt selbst der Sinterklaas einen Schritt über die Grenze und versäumt es nicht, auch unsere Schülerinnen und Schüler zu besuchen und sie met iets lekkers zu erfreuen.

Warum Niederländisch? – Die Sprache unserer direkten Nachbarn!

Auf die Frage, warum sie Niederländisch lernen, antworten die meisten unserer Schülerinnen und Schüler, dass sie an der Grenze wohnen und Niederländisch die Sprache ihrer Nachbarn ist. Man braucht von Vreden aus nur ein paar Kilometer Richtung Westen fahren und schon kann man das in der Schule Erlernte in der Praxis testen. Die unmittelbare Nähe Vredens zum Nachbarland Niederlande ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, nicht nur während kurzzeitiger Besuche Niederländisch mit Muttersprachlern zu sprechen. Es besteht auch die Möglichkeit, persönliche Kontakte jenseits der Grenze zu knüpfen, weil auch die Sprache dann nicht mehr die einzige übrig gebliebene Barriere in einem vereinten Europa darstellt.

Darüber hinaus eröffnet die Sprache Niederländisch unseren Schülerinnen und Schülern nach dem Besuch unseres Gymnasiums verschiedene Möglichkeiten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Nicht wenige unserer Absolventen beginnen nach dem Abitur eine Ausbildung, zum Beispiel an einer niederländischen Universität oder Hochschule in der Region. Aber auch diesseits der Grenze werden in der deutschen Grenzregion Kenntnisse des Niederländischen gern gesehen, weil regionale Betriebe und Verwaltungen eng mit unserem westlichen Nachbarn zusammenarbeiten.