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Ein weiterer Baustein des Konzeptes „individuelle Förderung“ des Gymnasiums Georgianum im Bereich „Sprachkompetenz“ ist das Sprachzertifikat CAE. Das CAE ist eine Sprachprüfung in Englisch als Fremdsprache. Es ist ein Sprachzertifikat mit lebenslanger Gültigkeit und ein international anerkannter Nachweis guter Englisch-kenntnisse. Das CAE ist Zugangsvoraussetzung unzähliger ausländischer Universitäten (z.B. Großbritannien, USA, Australien), die ein solches Sprachzertifikat bei der Einschreibung verlangen, und eine sehr sinnvolle Zusatzqualifikation in einer immer weiter standardisierten Bildungslandschaft.

Das DELF (Diplôme d’études de langue francaise) ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es dient als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz.

Die Diplome werden vom französischen Bildungsministerium, dem „Ministère de l’Education Nationale“ ausgestellt und bestehen aus sechs vollkommen unabhängigen Einheiten. Diese sechs Einheiten richten sich nach dem Sprachniveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen des Europarats und dem europäischen Sprachenportfolio überein.

  • A1: Bei der ersten Kompetenzstufe wird getestet, ob der Teilnehmer einfachste Situationen verstehen kann und Grundkenntnisse vorhanden sind. (nach einem Lehrjahr)
  • A2: Die zweite Kompetenzstufe überprüft elementare Umgangsformen, die die Bewältigung des Alltags gewährleisten (nach zwei Lehrjahren)
  • B1: Hier wird der Schritt weg von der elementaren bis hin zur selbstständigen Sprachverwendung vollzogen. Hauptaugenmerk liegt auf dem flexiblen Sprachumgang in alltäglichen Situationen. (nach fünf Lehrjahren)
  • B2: Die vierte Kompetenzstufe prüft den unabhängigen Sprachgebrauch und verlangt eine schlüssige Argumentation, sprachliche Gewandtheit sowie ein ausgeprägtes Sprachbewusstsein. (gymnasiale Oberstufe)

Die Globalisierung und die europäische Integration erfordern heute in besonderem Maße die Fähigkeit junger Menschen, auf adäquate Weise mit den Anforderungen sprachlicher und kultureller Vielfalt umzugehen und in allen Bereichen des Lebens flexibel und mobil zu sein. Das Gymnasium Georgianum reagiert auf diese Situation mit Angeboten des bilingualen deutsch-englischen Zweiges zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Hier soll eingegangen werden auf Angebote zur sprachlichen und interkulturellen Förderung auf hohem Niveau. Vorgestellt werden soll nun das CertiLingua Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen, welches von Markus Lammers koordiniert wird.

Mit dem Exzellenzlabel CertiLingua werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die mit dem Abitur besondere Qualifikationen in den Bereichen „Sprachkompetenz“, „bilinguale Fachkompetenz“ und „europäische /internationale Kompetenz“ nachgewiesen haben. Das Label soll den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu internationalen Studiengängen erleichtern und berufliche Perspektiven im internationalen Kontext eröffnen.
Das Gymnasium Georgianum gehört zu wenigen Schulen im Regierungsbezirk Münster, die  am Projekt „CertiLingua“ teilnehmen (seit 2008). Es wird in Kooperation mit dem Land NRW, weiteren Bundesländern sowie mehreren europäischen Partnerländern entwickelt und umgesetzt.

An alle sprachlich interessierten und begabten Schülerinnen und Schüler richtet sich der einmal jährlich von der Bundesregierung ausgerichtete „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“. Das Gymnasium Georgianum unterstützt schon lange ausdrücklich die Teilnahme und hat seit mehreren Jahren Prüfungen vor Ort mit sehr erfolgreichen Ergebnissen durchgeführt (Landessiegerinnen).

Der Wettbewerb gliedert sich in verschiedene Angebote für alle Schülerinnen und Schüler, von der Jgst. 5 bis hin zur Jgst. 12 bzw. 13. Es gibt Einzel- und Gruppenwettbewerbe, bei denen neben einem großen Lernzuwachs auch  Bar- und Sachpreise, Sprachreisen oder die Aufnahme in die Förderung der Studienstiftung winken. Bei den Einzelwettbewerben EW1 (Jgst. 8-10), EW2 (Jgst. 9-10) und EW3 (Jgst. 10-13) werden die verschiedenen Formen der Sprachrezeption (listening, reading) und –produktion (writing, speaking) abgeprüft. Die Wettbewerbe EW2 und EW3 beziehen sich dabei sogar auf zwei oder mehr Fremdsprachen. Der Kreativwettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jgst. 7-13 und verlangt das Verfassen einer Kurzgeschichte zu einem vorgegebenen Thema. Schülerinnen und Schüler der Jgst. 5 bis 10 können außerdem an einem Gruppenwettbewerb teilnehmen, was die Kooperationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler fördert.

Koordiniert und durchgeführt wird der Bundeswettbewerb Fremdsprachen am Gymnasium Vreden von Lydia Haustein und Markus Lammers. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden Adresse: www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de.

„Eine Demokratie braucht fähige […] Bürger, die kritische Fragen stellen, […] ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinandersetzen, die zuhören und über den eigenen Horizont hinaus blicken.“ (www.jugend-debattiert.de)

Die Idee

Jugend debattiert ist ein fachübergreifendes Qualifikationsprogramm, das die politische, sprachliche und persönliche Bildung von Schülerinnen und Schülern fördert. Im Fokus steht dabei eine handlungs- und kompetenzorientierte Unterrichtsreihe mit aktivierenden Übungen. Von den dabei geschulten Fähigkeiten profitieren die Schüler/innen weit über Unterricht und Schule hinaus: 

  • frei reden
  • Dinge anschaulich und präzise auf den Punkt bringen
  • einen eigenen Standpunkt finden und diesen vertreten
  • aufmerksam zuhören und auf andere eingehen
  • gegensätzliche Meinungen aushalten und Streit mit Worten beilegen können

Sachkompetenz, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsführung und Überzeugungskraft stellen Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche Schulzeit und einen gelingenden Aufbruch in die Welt des Berufs und des Studiums dar.

Das Gymnasium Georgianum ist eine von über 1000 Jugend-debattiert-Projektschulen in Deutschland und beschäftigt über 15 ausgebildete Projektlehrer/innen. Jugend debattiert ist Teil des Schulprogramms und in den schulinternen Lehrplänen verankert. Das Fach Deutsch und die Gesellschaftswissenschaften führen Jugend debattiert in den Unterrichtsreihen durch und schaffen so auch methodische Grundlagen für alle anderen Fächer. Alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Georgianum nehmen damit im Laufe ihrer Schulzeit an Jugend debattiert teil.

Eine Debatte nach Jugend debattiert

Eine Debatte nach Jugend debattiert ist ein Gespräch zur Beantwortung einer Entscheidungsfrage mit Änderungsfolge („Soll…?), zu der es jeweils zwei Antwortmöglichkeiten gibt: ja (pro) oder nein (contra). Beide Seiten werden in der Debatte gleich stark durch je zwei Personen besetzt. Eine Debatte besteht aus drei Teilen: der Eröffnungsrede, der freien Aussprache und der Schlussrede. In Eröffnungs- und Schlussrede erfolgen die Redebeiträge in festgelegten Zeiten und Reihenfolgen, so dass jedem Debattanten zwei eigene Redezeiten zur Verfügung stehen. Die Debatte ist ein Erkenntnisverfahren zur Entscheidungsfindung für Debattanten und Publikum.

Förderer von Jugend debattiert

Jugend debattiert steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. In Vreden wird es unterstützt von der Sparkasse Westmünsterland und dem Verein der Ehemaligen und Förderer des Gymnasiums. Seit Beginn des Projekts 2001 fördern vier große Stiftungen das Projekt bundesweit: die gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert-Bosch-Stiftung, die Mercator-Stiftung und die Heinz-Nixdorf-Stiftung. Auch das Land NRW fördert das Projekt.

Der Wettbewerb

Heute ist Jugend debattiert der größte bundesweite Schülerwettbewerb zur sprachlich-politischen Bildung. Seit nunmehr 10 Jahren debattieren Vredener Gymnasiasten und Realschüler und treffen dabei auch einmal jährlich im Schulwettbewerb aufeinander.

Auch der Regionalwettbewerb der Region Münster I wird seit mehreren Jahren am Gymnasium Georgianum ausgetragen. Dazu reisen die Schulsieger von über zehn Schulen aus Münster und dem Münsterland einmal im Jahr nach Vreden. Die Sieger der Regionalwettbewerbe gewinnen mehrtägige Seminare mit eigens dafür geschulten Trainern von Jugend debattiert und qualifizieren sich für die Landesebene (NRW). Höchste Wettbewerbsebene nach dem Landeswettbewerb ist der Bundeswettbewerb, der jährlich in der Hauptstadt Berlin ausgetragen wird.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Jugend debattiert sind über die offizielle Homepage (Jugend-debattiert.de) sowie die Landeshomepage von Jugend debattiert in Nordrhein-Westfalen (www.jugend-debattiert-nrw.de) erhältlich.