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„Eine Demokratie braucht fähige […] Bürger, die kritische Fragen stellen, […] ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinandersetzen, die zuhören und über den eigenen Horizont hinaus blicken.“ (www.jugend-debattiert.de)

Die Idee

Jugend debattiert ist ein fachübergreifendes Qualifikationsprogramm, das die politische, sprachliche und persönliche Bildung von Schülerinnen und Schülern fördert. Im Fokus steht dabei eine handlungs- und kompetenzorientierte Unterrichtsreihe mit aktivierenden Übungen. Von den dabei geschulten Fähigkeiten profitieren die Schüler/innen weit über Unterricht und Schule hinaus: 

  • frei reden
  • Dinge anschaulich und präzise auf den Punkt bringen
  • einen eigenen Standpunkt finden und diesen vertreten
  • aufmerksam zuhören und auf andere eingehen
  • gegensätzliche Meinungen aushalten und Streit mit Worten beilegen können

Sachkompetenz, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsführung und Überzeugungskraft stellen Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche Schulzeit und einen gelingenden Aufbruch in die Welt des Berufs und des Studiums dar.

Das Gymnasium Georgianum ist eine von über 1000 Jugend-debattiert-Projektschulen in Deutschland und beschäftigt über 15 ausgebildete Projektlehrer/innen. Jugend debattiert ist Teil des Schulprogramms und in den schulinternen Lehrplänen verankert. Das Fach Deutsch und die Gesellschaftswissenschaften führen Jugend debattiert in den Unterrichtsreihen durch und schaffen so auch methodische Grundlagen für alle anderen Fächer. Alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Georgianum nehmen damit im Laufe ihrer Schulzeit an Jugend debattiert teil.

Eine Debatte nach Jugend debattiert

Eine Debatte nach Jugend debattiert ist ein Gespräch zur Beantwortung einer Entscheidungsfrage mit Änderungsfolge („Soll…?), zu der es jeweils zwei Antwortmöglichkeiten gibt: ja (pro) oder nein (contra). Beide Seiten werden in der Debatte gleich stark durch je zwei Personen besetzt. Eine Debatte besteht aus drei Teilen: der Eröffnungsrede, der freien Aussprache und der Schlussrede. In Eröffnungs- und Schlussrede erfolgen die Redebeiträge in festgelegten Zeiten und Reihenfolgen, so dass jedem Debattanten zwei eigene Redezeiten zur Verfügung stehen. Die Debatte ist ein Erkenntnisverfahren zur Entscheidungsfindung für Debattanten und Publikum.

Förderer von Jugend debattiert

Jugend debattiert steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. In Vreden wird es unterstützt von der Sparkasse Westmünsterland und dem Verein der Ehemaligen und Förderer des Gymnasiums. Seit Beginn des Projekts 2001 fördern vier große Stiftungen das Projekt bundesweit: die gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert-Bosch-Stiftung, die Mercator-Stiftung und die Heinz-Nixdorf-Stiftung. Auch das Land NRW fördert das Projekt.

Der Wettbewerb

Heute ist Jugend debattiert der größte bundesweite Schülerwettbewerb zur sprachlich-politischen Bildung. Seit nunmehr 10 Jahren debattieren Vredener Gymnasiasten und Realschüler und treffen dabei auch einmal jährlich im Schulwettbewerb aufeinander.

Auch der Regionalwettbewerb der Region Münster I wird seit mehreren Jahren am Gymnasium Georgianum ausgetragen. Dazu reisen die Schulsieger von über zehn Schulen aus Münster und dem Münsterland einmal im Jahr nach Vreden. Die Sieger der Regionalwettbewerbe gewinnen mehrtägige Seminare mit eigens dafür geschulten Trainern von Jugend debattiert und qualifizieren sich für die Landesebene (NRW). Höchste Wettbewerbsebene nach dem Landeswettbewerb ist der Bundeswettbewerb, der jährlich in der Hauptstadt Berlin ausgetragen wird.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Jugend debattiert sind über die offizielle Homepage (Jugend-debattiert.de) sowie die Landeshomepage von Jugend debattiert in Nordrhein-Westfalen (www.jugend-debattiert-nrw.de) erhältlich.