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Naturwissenschaften und Mathematik stellen in der modernen Wissensgesellschaft tragende Säulen für Gegenwart und Zukunft dar. Intensive Bildung in diesem Bereich ist wesentliche Voraussetzung für den Erfolg unserer Wirtschaft im internationalen Wettbewerb. Deshalb öffnen Mathematik und Naturwissenschaften Mädchen und Jungen Türen zu interessanten und viel versprechenden Ausbildungswegen und Studienrichtungen. Das Georgianum stärkt die Naturwissenschaften durch sein unterrichtliches, räumliches und personelles Angebot. Ausgangspunkt des naturwissenschaftlichen Unterrichts ist die praktische Begegnung mit der Natur im Experiment. Während das Fach Mathematik die Schülerinnen und Schüler durch ihre gesamte Schulzeit begleitet, begegnen sie den Naturwissenschaften Biologie, Physik, Chemie und der Informatik in abgestimmter Jahresfolge. Leistet das jeweils einzelne Fach einen eigenständigen Beitrag zum Verständnis der Natur, tragen fächerverbindende Sichtweisen zum Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft, Technik, Umwelt, Gesellschaft und dem einzelnen Menschen bei. Durch Wahlentscheidungen und Förderangebote bilden interessierte Schülerinnen und Schüler bereits ab der 5. Klasse einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt heraus, der eine besondere Gewichtung ihrer Schullaufbahn gestattet. Regelunterricht, Differenzierungsangebote und Fördereinrichtungen führen zu den Leistungskursen in der gymnasialen Oberstufe. Die Mitarbeit in der Forscherwerkstatt, eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule oder ein Technikpraktikum in der Industrie helfen, Mut und Zuversicht für eine erfolgreiche Zukunftsentscheidung zu entwickeln.

Bio-Plus

Dem Wunsch der jüngeren Schüler nach einer unmittelbaren und praktischen Begegnung mit der Natur entspricht das zusätzliche Stundenangebot in der Jahrgangsstufe 5. Wir greifen diesen Wunsch auf und knüpfen dabei an die Kompetenzen an, die die Kinder vor allem aus dem Sachkundeunterricht der Grundschule mitbringen. Die Lernenden sollen durch eigenes Experimentieren und das Bauen von Modellen zum Beobachten, Beschreiben und Erklären von Phänomenen des Alltags geführt werden, um so ein naturwissenschaftliches Grundverständnis zu erwerben.

Naturpraktischer Kurs

Im naturpraktischen Kurs entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse für eine vertiefende und betont experimentell ausgerichtete Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Fragen. Hier werden insbesondere die experimentellen Fähigkeiten der Lernenden genutzt, um den naturwissenschaftlichen Zugang fachübergreifend an ausgewählten Lebensbeispielen zu ermöglichen: Wie kann man Energie speichern? Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Unter welchen Aspekten können wir unseren Schulteich untersuchen? In der Klasse 8 wird der Schwerpunkt auf die Bereiche Physik, Technik und Informatik gelegt. Der Unterricht beleuchtet aktuelle Themen, um Fragen wie "Was ist Energie? Ist Energie ausreichend vorhanden? Was heißt erneuerbare Energie? Wo und wie kann ist Energie sparen?" durch selbständiges und praktisches Arbeiten zu beantworten. Einen Schwerpunkt bilden die erneuerbaren Energien, die auf großes Interesse bei den Schülern stoßen. Neben der Solarenergie kann auch die Windenergie an kleinen Windrädern (Modelle) erforscht werden. Roboter aus Lego Mindstorms ermöglichen einen spielerischen Zugang zur Technik und Informatik. Die Schüler entwerfen, konstruieren und programmieren diese Roboter, die mit Hilfe von Sensoren vielfältige Aufgaben lösen. Die Klasse 9 vertieft das Thema Ernährung und vernetzt die Fächer Biologie und Chemie. Der naturpraktische Kurs ermöglicht den Schülern vertiefende Einblicke in aktuelle Themen der Naturwissenschaften. Dabei lernen sie vor allen Dingen das methodisch-systematische Arbeiten in den Naturwissenschaften.

Die Forscherwerkstatt

Lernen außerhalb der üblichen Unterrichtszeit, eigenen Fragen nachspüren, mit Freunden neue Wege beschreiten - die Forscherwerkstatt am Georgianum spricht viele an und lädt zu verschiedensten Wettbewerben ein wie Schüler experimentieren, Jugend forscht, bio-logisch, Chemie entdecken und der Känguru-Wettbewerb.

Ferienlabor Chemie

Langeweile in den Sommerferien? In der letzten Ferienwoche wartet das Ferienlabor mit interessanten chemischen Versuchen und erstaunlichen Erkenntnissen auf Forscherinnen und Forscher der Klasse 5 bis 9. An drei Vormittagen werden spannende Versuche aus der Chemie durch die Schülerinnen und Schüler, angeleitet von Fachkräften, durchgeführt. Ob Kristalle gezüchtet, Cremes hergestellt oder Brennstoffzellefahrzeuge zum Fahren gebracht werden, hängt von der Wahl der Schüler ab."

Außerschulische Lernorte

  • Klasse 8: Möglichkeit der dreitägigen Berufsfelderkundung im MINT-Bereich gestützt auf die Ergebnisse der Potenzialanalyse
  • EF: (freiwillig) Teilnahme an der Berufsorientierungsmesse Ahaus
  • Q1: (verpflichtend) 14-tägiges Praktikum, wahlweise im MINT-Bereich
  • Q 1: (verpflichtend) Studieninformationstag mit vielen Angeboten im MINT-Bereich
  • Q1: (freiwillig) Teilnahme am Erlebnistag Maschinenbau bei der Firma Siemens in Bocholt
  • Q 1: (freiwillig) Teilnahme am Dualen Orientierungspraktikum im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik an der Westfälischen Hochschule
  • Sek.II (freiwillig) Teilnahme an Schnuppervorlesungen und Veranstaltungen angeboten über das Schülervorlesungsverzeichnis verschiedener Universitäten im Umkreis

Innerschulische und außerschulische Kooperation

Da Wir wollen die hohe Sprachkompetenz der Schüler auch im MINT-Bereich aufgreifen und fördern. Dies geschieht im bilingualen Biologie-Unterricht mit der Arbeitssprache Englisch und ganz besonders auch im jährlich stattfindenden Austausch der Neuntklässler mit der Partnerschule aus Hengelo (NL). Bei der gewässerkundlichen Untersuchung der Berkel, der Darstellung der Untersuchungsergebnisse und der anschließenden Präsentation ist die Arbeitssprache Englisch. Hier wird deutlich, wie der interdisziplinäre Gedanke unsere Arbeit über die MINT-Grenzen hinaus beeinflusst und die Schüler im sprachlichen und MINT-Bereich gleichermaßen fördert und fordert.

Räumliche Ausstattung

Im Schuljahr 2012/2013 entschied die Stadt Vreden, den naturwissenschaftlichen Bereich des GGV einer gründlichen Renovierung zu unterziehen. So wurden - in Absprache mit allen Fachlehrern - die Hörsäle gegen multifunktionale Experimentierräume getauscht, die starren Sitzplätze in den anderen Räumen wurden durch bewegliches Mobiliar und feste Energiesäulen ersetzt, die Sammlungen in den Bereichen Chemie und Physik vollständig erneuert bzw. in Biologie den neuen Anforderungen entsprechend ergänzt. So wurde im Frühjahr 2013 ein Unterricht möglich, der in den drei zur Verfügung stehenden Räumen pro Fach zu jeder Zeit experimentgestützten Unterricht ermöglicht. In jedem Fachbereich steht in jedem Raum ein Laptop mit Beamer bzw. in je einem Raum ein Activeboard zur Verfügung.