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Biologie-LeistungskursschülerInnen des Gymnasiums Vreden besuchten die Sonderausstellung im LWL-Museum in Münster
Ohne zentrale Steuerung funktioniert bei den meisten Lebewesen nichts. Im Gehirn werden sämtliche Reize verarbeitet: Die Persönlichkeit formt sich, Gefühle entstehen, Pläne werden geschmiedet und Traumwelten erschaffen. Auf 1.200 Quadratmetern konnten die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses des 12. Jahrgangs von Frau Wiggers am vergangenen Dienstag die anatomische Vielfalt und die enormen Leistungen dieses komplexen Organs entdecken. Im Fokus der Ausstellung stehen neben dem Menschen auch die künstliche Intelligenz und die Welt der Tiere. Die Jugendlichen wurden mit Unterstützung einer Musemspädagogin zu einigen spannenden Aspekten geleitet, sie hatten aber auch Gelegenheit die Ausstellung auf eigene Faust zu erkunden.

Was ist eigentlich Intelligenz und wie kann man sie messen? Dies sind nur zwei der spannenden Fragen, um die sich die Ausstellung dreht. Handwerklich begabte Tiere, kreative Maschinen und sogar lernfähige Pflanzen überraschten die GymnasiastInnen. Neben intelligenten Strategien sichern auch Emotionen das Überleben, indem sie als schnelle Entscheidungshilfen dienen. Obwohl im Körper wahrgenommen entstehen Gefühle wie Angst, Wut und Freude im Gehirn und werden stark von Erfahrungen geprägt. Besonders in sozialen Gemeinschaften ist es wichtig die Emotionen der anderen richtig zu lesen.
Die Grenzen der Sinne bestimmen die Grenzen der eigenen Realität. So erleben Schlangen durch den Infrarotsinn und Fledermäuse per Echoortung ganz eigene Wirklichkeiten. Auch die Wahrnehmung des Menschen ist sehr individuell. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Denn das Repertoire der persönlichen Geschmacksrezeptoren ist sehr variabel, wie auch die Erinnerungen, die die Einordnung des Geschmacks bestimmen.
Der wahrgenommene Ausschnitt der Welt wird zudem stark von Interessen und so letztlich von der eigenen Aufmerksamkeit geformt. Anregende Gedankenexperimente zum Ersatz von menschlicher Intelligenz und Emotion durch Roboter rundeten diese Exkursion ab. „Kannst du dir das vorstellen, dass uns ein Roboter im Altenheim pflegen wird?“, fragte abschließend ein Schüler.

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